Lob des Tanzes

Ich lobe den Tanz,

denn er befreit den Menschen

von der Schwere der Dinge,

bindet den Vereinzelten zu Gemeinschaft.


Ich lobe den Tanz,

der alles fordert und fördert:

Gesundheit und klaren Geist

und eine beschwingte Seele.

Tanz ist Verwandlung

des Raumes, der Zeit, des Menschen,

der dauernd in Gefahr ist zu zerfallen,

ganz Hirn, Wille oder Gefühl zu werden.


Der Tanz dagegen fordert

den ganzen Menschen,

der in seiner Mitte verankert ist,

der nicht besessen ist

von der Begehrlichkeit nach Menschen und Dingen

und von der Dämonie

der Verlassenheit im eigenen Ich.


Der Tanz fordert

den befreiten, den schwingenden Menschen

im Gleichgewicht aller Kräfte.

Ich lobe den Tanz.


O Mensch, lerne tanzen,

sonst wissen die Engel

im Himmel mit dir nichts anzufangen.


Augustinus zugeschrieben