Leichte Unterhaltung


Hans Rath: Halb so wild


In Adams Leben gibt es diverse Baustellen. Eine Auszeit in Island soll ihm helfen, wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Doch als er beinahe von einer Klippe stürzt, hat er plötzlich Magnus, einen echten Troll, am Hals, der sich nicht mehr abschütteln lässt. Er muss seinen Retter in der Not mit nach Berlin nehmen, was eine Katastrophe nach der anderen zur Folge hat.


Während Adam vergeblich versucht, Schadensbegrenzung zu betreiben, gewinnt er einige wertvolle Einsichten über sein Leben.


Ein herrliches Lesevergnügen, sehr turbulent und witzig!




Rebecca Serle: The Dinner List


Für ihren 30. Geburtstag hat sich Sabrina schon vor langer Zeit fünf besondere Gäste gewünscht. Und tatsächlich versammeln sich zum feierlichen Essen in einem New Yorker Restaurant sowohl lebende als auch tote geliebte Menschen – Sabrinas Freundin Jessica, ihre große Liebe Tobias, ihr früherer Philosophieprofessor, ihr Vater und Audrey Hepburn. Sie verbringen einen unvergesslichen Abend zusammen, an dessen Ende für Sabrina ein Neubeginn steht.


Der Zauber unverhoffter Begegnungen verbindet sich mit dem Rückblick auf eine intensive Beziehung zu einer faszinierenden, berührenden und zarten Geschichte über menschliche Irrwege und das Glück der Vergebung.


Lesenswert!




Anna Romer: Das Dornental


Als ein junges Mädchen im Hinterland des australischen Städtchens Gundara verschwindet, wird die Journalistin Abby an die Blackwater-Morde erinnert. Damals wurden mehrere Leichen junger Frauen im Naturschutzgebiet entdeckt, deren Tod rätselhaft blieb.


Zusammen mit dem Schriftsteller Tom stößt sie auf die Spur zweier entführter Mädchen, die vor Jahrzehnten auf seinem Anwesen gefangen gehalten wurden. Abby vermutet einen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Fällen.


Während sie gegen die Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit kämpft, versucht sie verzweifelt, Licht ins Dunkel zu bringen und das verschwundene Mädchen zu finden.


Ein sehr atmosphärischer, packender Roman mit romantischen Einsprengseln und sympathischen Charakteren, aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Obwohl für mein Empfinden nicht 100-prozentig plausibel, bietet er auf jeden Fall angenehme, leichte Unterhaltung.




Jana Lukas: Windstärke Liebe

 

Clara ist Goldschmiedin und hat sich als Schmuckdesignerin selbstständig gemacht. Die Geschäfte laufen jedoch nicht gut, sie haust in einer heruntergekommenen WG und hält sich mit VHS-Kursen und Kellner-Jobs mühsam über Wasser. Als ihre Großmutter Charlotte nach einem Sturz im Krankenhaus landet, reist Clara zu ihr an den Bodensee. Mit im Schlepptau ihre unwillige jüngere Schwester Sophie, für die eigentlich die ältere Schwester Lena zuständig ist. Sophie ist jedoch gerade aus einem Internat geworfen worden und deshalb hat Lena sie wutentbrannt bei Clara abgeladen.

 

Clara hat nicht nur den Draht zur pubertierenden Sophie verloren, sondern es fehlt ihr auch die Inspiration für ihre künstlerische Arbeit. Sie ist völlig ratlos, wie ihre Zukunft aussehen soll.

 

Eine Wende bahnt sich an, als Clara dem attraktiven Bootsbauer Justus begegnet und im Ladencafé Treibgut eine Arbeit findet. Auch die malerische Schönheit des Bodensees und das unerschütterliche Vertrauen ihrer Großmutter tragen dazu bei, dass Clara alte Konflikte bereinigen und ihrem Leben eine neue Richtung geben kann. Während Clara lernt, sich gegen Widerstände für das einzusetzen, was ihr wichtig ist, findet sie auch wieder Zugang zu ihrer Kreativität.

 

Diese Geschichte einer Selbstfindung und Neuorientierung, verknüpft mit einer romantischen Liebesgeschichte und der Bewältigung schmerzhafter Familienkonstellationen ist luftig-leicht erzählt. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, hinter manchen Ecken und Kanten verbergen sich gute Absichten, und so überrascht es nicht, dass am Ende eine große Harmonie einkehrt.

 

Claras Konflikte im Umgang mit ihren Schwestern sind nachvollziehbar, und auch wenn Sophies Wandlung von der Prinzessin der Finsternis zum fröhlichen Teenager ein wenig plötzlich geschieht, erfreut sie doch das Leserherz. Dramatik, Missverständnisse, Gefühlsverwirrungen halten sich in Grenzen. So kann man den Roman ohne große Aufregung als Wohlfühlbuch genießen, sich über ein hübsches Happy End freuen und vom Bodensee träumen.

 

Die perfekte Sommerlektüre zum Entspannen.

 


 

Libby Page: Im Freibad

 

Das alte Freibad im Londoner Stadtteil Brixton hat unzählige Menschen glücklich gemacht. Die 87-jährige Rosemary schwimmt dort schon seit 80 Jahren regelmäßig und verbindet viele besondere Erinnerungen mit diesem Ort.

 

Jetzt soll das Freibad an einen privaten Investor verkauft werden, der es schließen will. Die Brixtoner Bürger rücken zusammen und starten gemeinsam mit Rosemary und der jungen Journalistin Kate eine Kampagne zum Erhalt des Schwimmbads.

 

Der Roman erzählt die Geschichte einer Gemeinschaft, die sich für das einsetzt, was ihr wichtig geworden ist. Er erzählt aber auch viele kleine Geschichten der Menschen, die Teil der Kampagne werden, und feiert Gemeinschaftssinn, Freundschaft und Liebe.

 

Das Buch besticht durch einen unaufgeregten, feinfühligen Erzählstil, zahlreiche liebenswerte Charaktere und die Überzeugung, dass jedes persönliche Engagement positive Auswirkungen hat. Herzerwärmend!

 


 

Beth O‘Leary: Love to share. Liebe ist die halbe Miete

 

Tiffy ist groß, hat einen extravaganten Kleidungsstil und sucht nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Freund Justin dringend eine günstige Wohnung.

 

Leon ist Pfleger in einem Hospiz und braucht Geld, um einen Anwalt für seinen unschuldig verurteilten Bruder zu finanzieren. Für ihn ist die Lösung, seine Einzimmerwohnung mit einem Mitbewohner zu teilen.

 

Aus Tiffy und Leon wird eine WG - ihr gehört die Wohnung am Abend und in der Nacht, ihm tagsüber. Sie kommunizieren mit unzähligen Post-its und hinterlassen sich gegenseitig leckere Mahlzeiten. Es entsteht ein unerwartetes Miteinander, das ihrer beider Leben bereichert. Eines Tages fangen Tiffy und Leon an, die Wochenenden gemeinsam zu verbringen ...

 

Gerade als Tiffy beginnt, die negativen Erfahrungen mit ihrem Ex-Freund zu überwinden, versucht Justin erneut, sie an sich zu binden. Tiffy braucht viel Beistand und Mut, um sich Justin entgegenzustellen und ein neues Kapitel in ihrem Leben aufzuschlagen.

 

Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit zwei sympathischen Charakteren, die ein wenig Unterstützung brauchen, um die Probleme in ihrem Leben anzupacken.

 

Liebenswert, eine gelungene Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang, humorvoll, aber nicht oberflächlich, mit vielen großartigen Nebenpersonen, denen man gern persönlich begegnen würde - ein prima Roman zum Entspannen, der eine fröhliche Stimmung hinterlässt.

 


 

Julia Wheelan: Mein Jahr mit dir

 

Nach ihrem Studienjahr als Rhodes-Stipendiatin steht der hochbegabten Ella eine glänzende politische Karriere in den USA bevor. Darum ist ihre Beziehung zum Literaturdozenten Jamie von Anfang an als Liebe auf Zeit geplant. Doch eines Tages muss Ella sich entscheiden, ob sie Jamie wirklich in dem Moment verlassen will, als er sie am nötigsten braucht.

 

Ein spannungsvolles Buch über eine Liebe, die alle Pläne durchkreuzt und ihre größte Kraft gerade in dem Moment entfaltet, als sie von Tragik überschattet wird.

 


 

Mary Ann Shaffer/Annie Barrows: Deine Juliet

 

Als die junge Journalistin Juliet von den Guernseyer Freunden von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf hört, ist sie begierig, mehr über diesen Club zu erfahren. Sie stößt auf berührende Schicksale, eine mutige Frau und eine geheime Liebe.

 

Ein entzückender Briefroman, der in leichtem Ton von schweren Zeiten erzählt. Bezaubernd!

 


 

Amelie Fried: Paradies

 

Bei einem einwöchigen Wellnessseminar im luxuriösen Hotel Paradies auf einer spanischen Insel treffen vier ganz unterschiedliche Frauen zusammen. Zwischen Meditation, Yoga und Selbsterfahrung lernen sich Petra, Jenny, Anka und Suse besser kennen.

 

Als die Weltverbesserin Suse unwillentlich dafür sorgt, dass fast das gesamte Hotelpersonal verschwindet, wird dies für die ganze Seminargruppe zur Belastungsprobe. Dann fegt auch noch ein Sturm über die Insel und es kommt zu einem Unglück, nach dem für niemanden das Leben so weitergehen kann wie vorher.

 

Eine kurzweilige Geschichte, in der viele verschiedene Persönlichkeiten und Lebensentwürfe aufeinanderprallen. Gewissheiten werden erschüttert, neue Perspektiven entstehen. Das Ganze liest sich spannend und unterhaltsam.

 


 

Susanne Hasenstab: Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

 

Katja ist Anfang 30 und fühlt sich im eigenen Leben nicht so recht zu Hause. Sie arbeitet als Teilzeitkraft bei der Sonntagszeitung Blitz und wohnt mit ihrem langjährigen Freund Jonas zusammen. Katjas Eltern hoffen auf Enkel, Jonas träumt vom Eigenheim, aber Katja kann sich weder für das eine noch für das andere begeistern.

 

Unentschlossen, wie sie ist, bleibt sie im Gewohnten stecken. Als sie bei einer provinziellen künstlerischen Soiree den Schriftsteller Robert kennenlernt und feststellt, dass sie ihn mag, gerät sie in Versuchung, ihre eingefahrenen Gleise zu verlassen.

 

Inhaltlich klingt die Geschichte wie der übliche Frauenroman; die Handlung verblasst jedoch fast zur Nebensächlichkeit angesichts eines bunten Kaleidoskops von satirischen Äußerungen. Mit spitzer Feder beschreibt die Autorin die Absurditäten menschlichen Verhaltens und Denkens. Dabei nimmt sie den Literaturbetrieb ebenso aufs Korn wie Vorstadtidyllen, kulinarische Verirrungen, künstlerische Höhenflüge und diverse Ausprägungen der zwischenmenschlichen Kommunikation.

 

Der flotte Stil, das skurrile Personal, die pointierten Beobachtungen – all das ist höchst amüsant. Ein erfrischender, witziger Roman mit großer Sprachkraft.

 


 

Minette Walters: Die letzte Stunde

 

Im mittelalterlichen Südengland versucht eine mutige Frau, ihr Anwesen und ihre Leute vor der sich rasch ausbreitenden Pest zu schützen.

 

Gefahr droht der kleinen Gemeinschaft von Devilish aber nicht nur durch die tödliche Krankheit, sondern auch durch Intrigen, Streitigkeiten, Nahrungsmangel und einen Mord.

 

Dieser fesselnde Roman entführt uns ins 14. Jahrhundert und erzählt packend von den verheerenden Folgen des schwarzen Todes.

 


 

Ann Kidd Taylor: Shark Club

 

Von ihren Kollegen wird die Meeresbiologin Maeve die „Haiflüsterin“ genannt. Sie hat ein besonderes Verhältnis zu diesen Tieren, seit sie als Kind von einem Hai gebissen wurde. Neben der Narbe am Bein trägt sie auch im Herzen eine tiefe Verletzung mit sich. Sie ist nie darüber hinweggekommen, dass ihre große Liebe Daniel sie kurz vor der Hochzeit mit einer anderen Frau betrog.

 

Als Maeve ins Hotel ihrer Großmutter zurückkehrt, wo sie nach dem Tod ihrer Eltern aufwuchs, trifft sie Daniel dort überraschend wieder. Sie verliebt sich in seine entzückende kleine Tochter und es sieht alles danach aus, als bekämen Maeve und Daniel eine neue Chance.

 

Je konkreter ihre Beziehung wird, desto größer werden jedoch Maeves Zweifel, ob sich der Faden der früheren Liebe einfach so wiederaufnehmen lässt.

 

Der Untertitel dieses Romans „Eine Liebe so ewig wie das Meer“ weckt falsche Erwartungen. Zwar dreht sich das Buch um Maeves Beziehung zu Daniel und die Sehnsucht, die Wunden der Vergangenheit zu heilen. Es geht jedoch in gleichem Maß um Maeves Leidenschaft für die Haie, um ihre Zuneigung zu einem Kollegen, die Auseinandersetzung mit ihrem Zwillingsbruder und den Kampf gegen skrupellose Haijäger.

 

Die Geschichte ist überzeugend und unterhaltsam erzählt und dürfte vor allem für Menschen spannend sein, die Interesse an Meeresbiologie haben. Die Beschreibungen der Hai-Begegnungen geben einen hervorragenden Einblick in die Faszination der Unterwasserwelt.

 

Alles in allem ein leicht zu lesender Roman, in dem verschiedene Themen ineinandergreifen und der auf angenehme Weise die Zeit vertreibt.

 


 

Miquel Reina: Lichter auf dem Meer

 

Seit ihr kleiner Sohn vor vielen Jahren ertrunken ist, leben Harold und Rose zurückgezogen am Rand einer Tuffsteinklippe. In der Nacht vor ihrem erzwungenen Umzug ins Altersheim reißt ein Unwetter die Klippe mitsamt dem Haus ins Meer.

 

Für Harold und Rose beginnt eine gefährliche, entbehrungsreiche Reise, die sie bis ins Polargebiet und an den wunden Punkt ihres Lebens führt. In der Gemeinschaft eines kleinen Nomadenstamms finden sie Heilung und den Mut zu einem Neuanfang.

 

Diese spannende, bisweilen dramatische Geschichte erzählt, wie eine Katastrophe zwei Menschen aus ihrer Erstarrung befreit und ihnen hilft, sich mit der Vergangenheit zu versöhnen.

 

Leicht zu lesen, unterhaltsam und berührend.

 


 

Eleanor Brown: Die Lichter von Paris

 

Genau wie ihre Großmutter Margie leidet Madeleine unter dem Erwartungsdruck ihrer Umwelt. Als sie Margies Tagebücher liest, findet sie den Mut, ein selbstbestimmtes Leben zu wagen.

 

Ein ganz wundervolles Buch über zwei Frauen, die nicht ins Schema passen und trotzdem ihren eigenen Wert entdecken.

 

Einfühlsam und stimmungsvoll erzählt.

 


 

Jean A. Pendziwol: Das Licht der Insel

 

Nachdem sie beim Graffitisprayen erwischt wurde, muss Morgan in einem Seniorenheim Sozialstunden ableisten. Dort lernt sie die fast völlig erblindete Elizabeth Livingstone kennen. Durch ein paar alte Tagebücher und Elizabeths Erzählungen taucht sie in eine dramatische Familiengeschichte ein, die auch etwas mit ihrem eigenen Leben zu tun hat.

 

Der wendungsreiche Roman beschreibt atmosphärisch und packend das Leuchtturmwärterleben auf einer kanadischen Insel, die Intensität von Beziehungen innerhalb eines eng begrenzten Raums und die tragischen Folgen, die einzelne Begebenheiten nach sich ziehen können.

 

Dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und bis zur letzten Seite gefesselt. Wunderschön erzählt!

 


 

Ayisha Malik: Ausgerechnet du und ich

 

Zusammen mit ihren Schwiegereltern in einem Haus leben - das kommt für Sofia nicht in Frage, und so platzt die geplante Hochzeit mit Imran. Was nun? Für ihre pakistanische Familie ist nichts wichtiger, als die Töchter gut und möglichst bald unter die Haube zu bringen. Während Sofia an einem Buch über die Partnersuche unter Muslimen arbeitet, wägt sie ihre eigenen Optionen ab. Soll sie ihrem Verstand folgen oder gibt es vielleicht auch eine Chance für ihr Herz?

 

Die Erzählerin verbindet Humor und die Liebe zu ihrer turbulenten Familie mit Klugheit und Feingefühl. Spitzig, leicht, aber nie oberflächlich.

 

Wer Bridget Jones mag, wird auch ihr muslimisches Gegenstück Sofia Khan lieben.

 


 

Annie Darling: Der kleine Laden der einsamen Herzen

 

Überraschend erbt Posy Morland eine wenig gewinnbringende Buchhandlung. Sie möchte einen speziellen Laden für Liebesromane daraus machen, aber leider hat ihr Lieblingsfeind Sebastian, Enkel der verstorbenen Besitzerin, ein Wörtchen mitzureden.

 

Obwohl sich Posy fast täglich mit ihm herumärgern muss, kann sie sich seiner magnetischen Ausstrahlung kaum entziehen und verarbeitet ihre geheimen Träume in literarischer Form.

 

Bei aller Vorhersehbarkeit eine witzige, lebhaft geschriebene Komödie, die sich in der Tradition der romantischen Literatur sieht und vergnüglich unterhält. Sehr sympathisch.

 


 

Stephanie Butland: Ich treffe dich zwischen den Zeilen

 

Als Kind hat Loveday auf tragische Weise ihre Familie verloren. Seither traut sie keinem Menschen mehr. Ihr Zufluchtsort ist das Antiquariat, in dem sie arbeitet.

 

Als sie Nathan kennenlernt, beginnt sie sich langsam zu öffnen. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht so einfach überwinden.

 

Eine zarte, liebenswerte Geschichte über eine tief verletzte Seele, die es wagt, sich dem Leben zu stellen.

 

Wunderschön und berührend!

 


 

Sybil Volks: Wintergäste

 

Als Kerrin Boysen ihre Schwiegermutter Inge am 28. Dezember tot im Bett findet, ruft sie eilig die gesamte Familie herbei. Voreilig, wie sich herausstellt, denn Inge hatte nur einen kleinen Schlaganfall und ist plötzlich wieder sehr lebendig.

 

Doch schon sind Inges Kinder und Enkel unterwegs zum Haus Tide auf einer kleinen Nordseeinsel: die hochschwangere Gesa, die ein Baby von ihrem jungen Geliebten erwartet, mit ihrem Mann Jochen und den beiden Kindern, Kerrins und Ennos Adoptivtochter Inka, die gerade die Gothic-Kultur für sich entdeckt hat, und die verhinderte Schriftstellerin Berit, die sich mit Trauerreden für Haustiere über Wasser hält.

 

Nachdem Inges Weiterleben von allen mit Erleichterung und Freude begrüßt worden ist, verhindert ein gewaltiger Schneesturm die schnelle Abreise der Gäste. So hocken neun Menschen unfreiwillig auf engem Raum zusammen und müssen sich ihren unerfüllten Wünschen, ihren Träumen und Sehnsüchten stellen.

 

Mit vergangenen Entscheidungen wird gehadert, Geheimnisse dringen ans Licht und über der Zukunft stehen große Fragezeichen. Als das neue Jahr anbricht, ist klar, dass dies auch ein Wendepunkt für sämtliche Familienmitglieder ist. Wohin die Reise geht, bleibt jedoch ungewiss.

 

Die Beschreibungen in diesem Roman sind sehr anschaulich und stimmungsvoll, viele Formulierungen sind wunderschön und originell. Mir gefällt der augenzwinkernde Humor der Autorin. Sie nimmt den Leser sehr gut in das Innenleben ihrer Charaktere mit und entfaltet nach und nach das persönliche Dilemma, in dem die einzelnen Figuren stecken.

 

Während ich die erste Hälfte des Buches noch ansprechend und spannend fand, konnte es mich zum Ende hin immer weniger überzeugen. Vieles ist aus meiner Sicht zu dick aufgetragen und es hat mich irritiert, dass die anfangs noch nachvollziehbare Sprachlosigkeit der Protagonisten bis zum Ende das Geschehen bestimmt. Der offene Schluss ist für mich stimmig, aber ich hätte mir gleichzeitig etwas mehr Versöhnlichkeit gewünscht.

 

Mein Fazit: Wer sich für gelungene Formulierungen begeistern kann und wer die Nordseeatmosphäre liebt, wird wahrscheinlich Freude an diesem Buch haben. Wer Geschichten bevorzugt, in denen die Handlung etwas zügiger vorangeht, sollte lieber nicht zu diesem Roman greifen.

 


 

Louise Miller: Die Zutaten zum Glück

 

Die Köchin Olivia lebt mit leichtem Gepäck und ist nirgendwo lang zu Hause. Als sie nach einer Panne mit einem flambierten Dessert zu ihrer Freundin nach Vermont flüchtet, nimmt sie dort übergangsweise eine Stelle in einem kleinen Landgasthof an. Wider Erwarten findet sie in der ländlichen Gemendschaft einen festen Platz und den Mann fürs Leben.

 

Die unkonventionelle Heldin dieses zauberhaften Romans ist herzerfrischend, und ihre neuen Bekannten im dörflichen Vermont sind mit allen Macken und Schwächen unwiderstehlich liebenswert.

 

Ein Wohlfühl-Roman erster Güte!

 


 

Ingrid Kaltenegger: Das Glück ist ein Vogerl

 

Der Franz verliert seinen ungeliebten Job als Gitarrenlehrer und seine Frau drängt auf eine Scheidung. Zu allem Überfluss taucht der Geist eines Unfallopfers auf und will vom Franz erlöst werden. Der Franz hat alle Hände voll zu tun, um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

 

Skurril, komisch, sehr charmant - ein toller Wohlfühlroman über Lebensträume und die Stolperfallen der Liebe.

 


 

Rachel Joyce: Mister Franks fabelhaftes Gespür für Harmonie

 

Frank, sympathischer Besitzer eines Plattenladens, zeichnet sich durch drei Dinge aus: sein einzigartiges Gespür für Musik, seinen festen Glauben an die Unersetzlichkeit der Schallplatte und ein tiefes Misstrauen gegenüber der Liebe. Als die rätselhafte Ilse in sein Leben tritt, wird sein beschauliches Dasein erschüttert.

 

Eine berührende Geschichte über den unaufhaltsamen Lauf der Dinge, über das Scheitern und den Mut zum Neuanfang, über die Macht der Musik und die heilsame Kraft der Liebe.

 

Besonders eindrucksvoll: die furiosen Beschreibungen musikalischer Werke.

 


 

Gregoire Delacourt: Die vier Jahreszeiten des Sommers

 

Für den 15-jährigen Louis gibt es nur Victoria. Sehnsüchtig wartet er darauf, dass auch in ihr die Liebe erwacht. Am Strand von La Touquet entscheidet sich seine Zukunft.

 

Diese und drei andere Liebesgeschichten verknüpft der Autor lose zu einem melancholischen Roman über die Facetten der Liebe.

 

Eindringlich und berührend.

 


 

Emma Sternberg: Fünf am Meer

 

Mitten in einer persönlichen Krise erfährt Linn überraschend, dass sie in den USA ein Haus am Meer geerbt hat. Einen interessierten Käufer gibt es bereits, aber als Linn die fünf liebenswerten Bewohner der alten Villa kennenlernt, gerät ihr Entschluss ins Wanken. Doch wie soll sie das Geld für die Erbschaftssteuer und die nötige Renovierung aufbringen? Es braucht Initiative, Mut und ein Quäntchen Glück für eine passende Lösung.

 

Eine warmherzig, intelligent und glaubhaft erzählte Geschichte, die leichtfüßig unterhält, ohne oberflächlich zu sein. Lesenswert!

 


 

Bettina Pecha: Eine Liebe im Schatten der Krone

 

Zusammen mit ihrem Mann Duncan kommt Fiona Sanderton 1562 an den Hof von Mary Stuart. Schnell wird die junge Hofdame zur Vertrauten der schottischen Königin und erlebt deren Schicksal hautnah mit – die unglückliche Ehe mit Lord Darnley, die von John Knox ausgehende Hetze gegen die Herrscherin, die Verdächtigungen nach der Ermordung ihres Mannes, den zunehmenden Machtverlust und infolgedessen die erzwungene Abdankung bis hin zur Flucht nach England.

 

Fiona ist nicht nur Zeugin des Untergangs von Mary Stuart, sondern muss auch mit großen persönlichen Enttäuschungen fertigwerden. Einziger Lichtblick ist der zurückhaltende Captain Adair, der sich im Wirrwarr von Loyalitäten, Intrigen und Verrat als treuer Freund bewährt.

 

Das Buch verknüpft geschickt historische Personen und Ereignisse mit fiktiven Charakteren. Anschaulich und nachvollziehbar werden die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse im 16. Jahrhundert geschildert, und der Leser kann einen spannenden Abschnitt der schottischen Geschichte aus unmittelbarer Nähe miterleben. Gut recherchiert und mit einem hilfreichen Nachwort versehen - ein unterhaltsamer Roman für jeden, der Interesse an britischer Geschichte hat.

 


 

Katrin Koppold: Sehnsucht nach Zimtsternen

 

Im einen Moment hat Lilly noch eine glückliche Ehe geführt, im nächsten scheint ihr ganzes Leben auseinander zu brechen. Ihr Mann verlässt sie, sie muss sich einen Job suchen und bald auch eine neue Wohnung. Ihr Mitbewohner Jakob raubt ihr den letzten Nerv und ihr Vater braucht dringend Beistand, weil er über die Trennung von Lillys Mutter nicht hinwegkommt.

 

Zu allem Überfluss wird Lilly demnächst bei der Hochzeit ihrer Schwester dem Mann wiederbegegnen, der ihr vor vielen Jahren das Herz gebrochen hat, und bis dahin würde sie gern ein paar Kilo abnehmen und etwas aus ihrem Leben machen. Vielleicht kann Günther, der neue attraktive Nachbar, dazu beitragen, dass Lilly wieder auf die Beine kommt?

 

Die turbulente Geschichte um Lilly, ihre Familie und diverse Männer kommt witzig, flott und teilweise selbstironisch daher. Bis auf Lilly und Jakob sind die Charaktere für mich leider ein wenig blass geblieben. Auch die große Zahl der Katastrophen im letzten Drittel des Buches hat mich nicht ganz überzeugt. 

 

Alles in allem bietet dieser Roman kurzweilige Unterhaltung für Leute, die einfach mal abschalten, schmunzeln und ein schönes Happy End genießen wollen.

 


 

André Milewski: Geheimakte Fenris

 

Der gerade zum Archäologie-Professor ernannte Max Falkenburg muss miterleben, wie sein Freund und Mentor vor seinen Augen getötet wird. In der Folge werden er und seine Verlobte in einen rasanten Strudel aus Gefahren und Abenteuern gezogen, als sie versuchen, ein wertvolles Artefakt zu sichern und die Pläne des skrupellosen Wilfrieds von Steinheim zu durchkreuzen. Schnell merken sie, dass sie es mit einem beinahe übermächtigen Gegner aufgenommen haben.

 

Rätsel, Verfolgungsjagden, Kämpfe – dieser Roman steckt voller (teilweise recht blutiger) Action und treibt die Spannung von Seite zu Seite voran. Fesselnd und unterhaltsam wie ein Indiana Jones-Film, angereichert mit witzigen Dialogen, unmenschlichen Bösewichtern und sympathischen Helden – wer es wagemutig, schnell und ein wenig übersinnlich mag, dem kann ich das Buch nur empfehlen.

 



Birgit Gruber: Der Mann im Kleiderschrank

 

Louisa erbt überraschend einen alten Gutshof und entscheidet sich, ihn zu renovieren und dort einzuziehen. Tatkräftige Unterstützung findet sie bei ihrer lebensfrohen Oma, dem attraktiven Bauunternehmer Christian und einem Geist aus dem 18. Jahrhundert, der in ihr seine große Liebe Ludowika wiederzuerkennen glaubt.

 

Sympathische Charaktere, anschauliche Schilderungen, witzige Szenen und eine gute Prise Romantik sorgen für unterhaltsame Lesestunden. Der Roman liest sich flüssig und angenehm. Ein bisschen dick aufgetragen fand ich die Missverständnisse zwischen den Hauptpersonen, aber dafür entschädigt ein schönes Happy End.

 


 

Virginia MacGregor: Der Junge, der mit dem Herzen sah

 

Der neunjährige Milo hat sich immer nach besten Kräften um seine Oma gekümmert. Doch jetzt ist sie im Vergiss-mein-nicht-Heim und Milo ist davon überzeugt, dass es ihr dort nicht gut geht. Mit der Unterstützung des syrischen Flüchtlings Tipi entwickelt er einen Plan, um sie wieder nach Hause zu holen.

 

Mit seinem Zwergschwein Hamlet, seinem liebevollen Wesen und seiner besonderen Art, die Welt wahrzunehmen, ist Milo eine bezaubernde Figur, die man unweigerlich ins Herz schließt. Der Autorin gelingt es auf wundervolle Art, seine kindliche Blickweise zu vermitteln und sie durch die Perspektive anderer Personen zu ergänzen, sodass die Charaktere mehrdimensional und glaubhaft werden.

 

Die Geschichte ist berührend, stellenweise auch lustig, und sie liest sich wunderbar leicht.

 


 

Jo Platt: Herz über Kopf

 

Dass sie am Hochzeitstag von ihrem Verlobten verlassen wurde, hat Rosalind völlig aus der Bahn geworfen. Ein Ortswechsel und die Teilhaberschaft an einer Buchhandlung helfen ihr, wieder Boden unter den Füßen zu finden. Auch der komische Kauz, der im Haus nebenan wohnt und Rosalind ständig in peinlichen Situationen erwischt, ist bei genauerer Betrachtung gar nicht so übel. Tatsächlich ist er sogar ein recht attraktiver Mann …

 

Dieser humorvolle Roman erzählt leichtfüßig, aber nicht oberflächlich von den Irrungen und Wirrungen des (Liebes-)Lebens, von der Kraft der Freundschaft und dem Glück, eine Familie zu haben, die in der Not zusammenhält.

 

Köstliche Dialoge, gut vermittelte Situationskomik und sympathische Protagonisten sorgen für heiteres Lesevergnügen.

 


 

Andrea Schacht: Die Fährmannstocher

 

Der Roman von Andrea Schacht entführt ins mittelalterliche Mülheim am Rhein in der Nähe von Köln. Im Zentrum der Geschichte stehen die Fährmannstochter Myntha und der Bogenschütze und Falkner Frederick Bowman, deren Wege sich nach dem ungeklärten Tod einer Ordensfrau kreuzen.

 

Dieses Buch lässt den Leser eintauchen in das Leben und Denken im Mittelalter. Rätselhafte Brände, Personen mit undurchsichtiger Vergangenheit, Intrigen und Gefahren machen die Geschichte bunt und fesselnd. Die Charaktere sind gut gezeichnet, die Dialoge witzig, der Spannungsbogen wird sehr gut aufgebaut. Die 430 Seiten sind im Nu gelesen.

 

Einziger Wermutstropfen: Auf der letzten Seite des Buches ist die Geschichte längst noch nicht zu Ende. Wer wissen will, wie es mit Myntha und Frederick weitergeht, muss sich die Fortsetzung kaufen.

 


 

Lucy Foley: Die Stunde der Liebenden

 

Nach dem Tod ihrer im Waisenhaus aufgewachsenen Mutter versucht Kate, etwas über ihre Herkunft herauszufinden. Eine Zeichnung bringt sie auf die Spur des berühmten Künstlers Tom Stafford. Stück für Stück erfährt sie die dramatische Geschichte einer großen Liebe, die auf schmerzhafte Weise zerbrach.

 

Dieser eindrückliche Roman über gesellschaftliche Barrieren, Lügen und Verrat, die Gräuel des Krieges und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und bietet bis zum Schluss fesselnde Unterhaltung.

 


 

Lucy Sykes/Jo Piazza: Ich klick dich weg

 

Als Chefredakteurin Imogen Tate nach sechsmonatiger Krankheit zu ihrem Modemagazin zurückkehrt, dreht sich alles nur noch um digitale Medien. Imogens Zeitschrift wird zur App und eine junge Kollegin versucht sie aus dem Unternehmen zu drängen. Mit Freundlichkeit, Wissbegierde und guten Kontakten nimmt Imogen den Kampf gegen die Konkurrentin auf.

 

Dieser Roman ist unterhaltsam, teilweise witzig, in weiten Strecken aber nah an der Realität. Er stellt einige ernsthafte Fragen: Wie gelingt es, älter zu werden und sich in einer Welt der Jugendlichkeit zu behaupten? Worin liegt die wahre Qualität eines Lebens und worauf kann man in einer schnelllebigen Zeit wie unserer noch bauen?

 

Für alle, die an Mode interessiert sind und sich von neuen technischen Errungenschaften nicht unterkriegen lassen wollen.

 


 

Antoine Laurent: Liebe mit zwei Unbekannten

 

Die Handtasche, die Laurent eines Morgens in der Nähe seines Buchladens findet, enthält ein Notizbuch und unzählige interessante Kleinigkeiten, die eine Frau gern mit sich herumträgt. Doch wer ist die geheimnisvolle Besitzerin? Unvermutet gerät Laurent mit einem fremden Leben in Berührung und verliebt sich in eine Unbekannte.

 

Eine reizende kleine Geschichte über die Liebe zur Literatur und die überraschenden Wege des Lebens.

 


 

Bernie Su/Kate Rorick: Das geheime Tagebuch der Lizzie Bennett

 

Lizzie Bennett und ihre Schwestern, Charlotte Lu, William Darcy und Bing Lee sind im 21. Jahrhundert angekommen. Diese moderne Nacherzählung der unvergänglichen Geschichte von Stolz und Vorurteil ist geistreich, humorvoll und spritzig. Leichte, vergnügliche Lektüre für alle Fans von Jane Austen.

 

Mein Tipp: Auf Youtube die Videos dazu anschauen!

 


 

Agnès Ledig: Kurz bevor das Glück beginnt

 

Mehr schlecht als recht hält Julie sich und ihren kleinen Sohn mit ihrem Job als Kassiererin über Wasser. Als der wohlhabende Paul sie spontan ins Herz schließt, scheint ihr Leben eine Wende zum Besseren zu nehmen. Doch der Weg zum Glück führt für Julie durch ein tiefes Tal ...

 

Eine liebevoll und leichtfüßig erzählte Geschichte über geplatzte Träume, Liebe, Verlust und neue Hoffnung. Wunderschön und berührend!


 

Rita Falk: Funkenflieger

Marvin hat es nicht leicht: Elvira, seine Mutter, sitzt den ganzen Tag vor dem Fernseher, sein Bruder Robin hat sich mit den falschen Leuten eingelassen und die türkische Freundin seines Bruders Kevin ist schwanger. Doch mit Courage, Kreativität und unerwarteter Hilfe lässt sich so manche Katastrophe meistern.

Diese turbulente Geschichte erzählt humorvoll und berührend, wie Menschen gerade in Schwierigkeiten enger zusammenstehen. Ermutigend und hoffnungsvoll.


 

Katherine Webb: Das fremde Mädchen

Im Bath des 19. Jahrhunderts wird die unglücklich verheiratete Rachel von Mrs Alleyn als Gesellschafterin für ihren depressiven Sohn Jonathan engagiert. Rachel lernt Jonathan als aggressiven Mann kennen, der nie über den Verlust seiner großen Liebe Alice hinweggekommen ist. Als Rachel versucht, das Rätsel um Alices spurloses Verschwinden zu lösen, stößt sie auf ein Geheimnis, in das auch ihr Mann verstrickt zu sein scheint.

Eine packende Geschichte über Liebe, Rache und menschliche Abgründe, die viele unterhaltsame Lesestunden beschert.



Anna Romer: Das Rosenholzzimmer

Lügen und Geheimnisse, ungeklärte Todesfälle und tragische Familiengeschichten - das alte Haus, das Audrey geerbt hat, zieht sie völlig in den Bann der Vergangenheit. Je tiefer sie darin eintaucht, desto stärker hat sie das Gefühl, dass eine finstere Bedrohung bis in ihr Leben hinein reicht.

Ein gelungener Mix aus Spannung und Romantik mit einer Prise Mystery.


 

Laline Paull: Die Bienen

 

Das abenteuerliche Leben im Bienenstock - von innen betrachtet!

 

Die Biene Flora erzählt von fleißigen Arbeiterinnen und faulen Drohnen, von allgegenwärtigen Priesterinnen und der mütterlichen Königin, von Wespenangriffen, Nahrungsnot und der Härte des Winters. Sehr spannend und unterhaltsam!

 


 

Dani Atkins: Die Achse meiner Welt

 

Rachel hat eine hoffnungsvolle Zukunft vor sich, als ein schrecklicher Unfall ihr den Boden unter den Füßen wegreißt. Noch zehn Jahre später leidet sie unter den Folgen. Doch plötzlich findet sie sich in einem Leben wieder, in dem all ihre Träume wahr geworden sind. Verwirrt versucht sie, ihr neues Glück zu ergreifen.

 

Eine faszinierende Geschichte über Schicksalsschläge und neue Chancen mit einem sehr bewegenden Schluss.

 


 

Petra Hülsmann: Hummeln im Herzen

 

Hochzeit geplatzt, Job weg - und dann muss sich Lena auch noch ständig mit dem beziehungsunfähigen Ben herumärgern. Bis die beiden Streithähne endlich erkennen, für wen ihr Herz in Wahrheit schlägt, sind etliche Missverständnisse zu überwinden.

 

Eine vergnügliche Liebesgeschichte, locker und witzig erzählt, gewürzt mit Pleiten, Pech und Pannen.

 


 

Marie-Sabine Roger: Das Leben ist ein listiger Kater

 

"Uropa war ein alter Nörgler. Ich bin genau wie er, mein Herz leidet an Verstopfung", sagt Jean-Pierre über sich. Anfangs ist der missmutige Rentner wenig erfreut über die Menschen, die nach seinem Unfall ungefragt in seinem Krankenhauszimmer auftauchen - die dicke Maeve, die an seinen Laptop will, den Gelegenheitsstricher Camille, der ihm das Leben gerettet hat, und den Polizisten Maxime, der den Unfall untersucht. Doch nach einiger Zeit merkt Jean-Pierre: "Ich werde empfindsam, oje!"

 

Ein wunderbar warmherziger Roman, treffsicher, klug und humorvoll. Er zaubert ein Lächeln ins Gesicht, das auch noch bleibt, wenn das Buch zu Ende ist.

 


 

Julia Stagg: Monsieur Papon oder ein Dorf steht Kopf

 

Als neue Besitzer der Auberge in Faugas stoßen Lorna und Paul Webster auf jede Menge Vorbehalte. Vor allem dem Bürgermeister Papon ist jedes Mittel recht, um die unliebsamen Engländer möglichst schnell wieder loszuwerden. Doch bald beginnt die Mauer der Ablehnung zu bröckeln ...

 

Eine kurzweilige Geschichte mit liebenswert verschrobenen Charakteren, humorvoll und warmherzig erzählt.

 


 

Justin Go: Der stete Lauf der Stunden

 

Ein unermessliches Vermögen, das seit Jahrzehnten auf einen Erben wartet, eine leidenschaftliche tragische Liebe, ein grausamer Krieg, ein Berg, der zum Schicksal wird, ein junger Mann auf Spurensuche in der Vergangenheit - das sind die Zutaten für einen packenden Roman, der den Leser von Seite zu Seite immer mehr in den Bann zieht und bis zum Schluss ein wenig rätselhaft bleibt.

 


 

Kirsten Ellerbrake: Guten Morgen, Revolution, du bist zu früh

 

Früher hat Nora selbst demonstriert, jetzt ist sie entsetzt, als ihre Tochter wegen der Blockade des Castor-Transports verhaftet wird. Während Nora versucht, den Schaden zu begrenzen, muss sie sich fragen, was aus ihren eigenen Idealen von früher geworden ist.

 

Eine lebhafte, intelligente Geschichte über ein aktuelles Thema, mit Herz und Witz erzählt und mit einem urkomischen Finale.

 


 

Sophie Kinsella: Das Hochzeitsversprechen

 

Als Lottie spontan einen wieder aufgetauchten Jugendfreund heiratet, läuten bei Fliss alle Alarmglocken. Entschlossen, ihre Schwester vor einer Katastrophe zu bewahren, schreckt sie vor nichts zurück, um dem jungen Paar die Hochzeitsnacht zu vermiesen. Doch tut sie Lottie wirklich einen Gefallen damit?

 

Eine turbulente, witzige Geschichte mit chaotisch-liebenswerten Figuren, die über allerlei Irr- und Umwege doch noch ihr Glück finden.

 


 

Rachel Joyce: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

 

Aus dem Gang zum Briefkasten wird spontan eine 1000 Kilometer lange Pilgerreise, die nicht nur Harold Frys Leben von Grund auf verändert.

 

Ein unvergesslicher, herzerwärmender Roman über Freundschaft, Liebe und Vergebung. Leichtfüßig und berührend!

 


 

Sophie Kinsella: Kein Kuss unter dieser Nummer

 

Federleichte Sommerlektüre mit einer liebenswerten Heldin, die auf der Suche nach der wahren Liebe von einem Fettnäpfchen ins andere stolpert.

 

Charmant, romantisch und sehr witzig!

 


 

Mhairi McFarlane: Wir in drei Worten

 

Bei ihrer ersten Begegnung ist sie frisch verliebt und er ein unverbesserlicher Frauenheld. Als sie sich zehn Jahre später wieder über den Weg laufen, ist er verheiratet und sie gerade Single geworden. Für immer beste Freunde - ist das alles, was Rachel und Ben bleibt?

 

Das Buch zeichnet sich durch einen flotten Schreibstil, witzige Dialoge, humorvoll gezeichnete Charaktere und eine nette Liebesgeschichte aus.

 

Für alle, die "Eindeutig Liebe" und "Zwei an einem Tag" mochten.

 


 

Luisa Buresch: Wenn die Liebe hinfällt

 

Als Alia nach zehn glücklichen Jahren von Leander verlassen wird, stürzt sie in ein tiefes Loch. Nur dank ihrer Freundinnen und eines netten Nachbarn wendet sie sich Schritt für Schritt wieder dem Leben zu. Und der Liebe.

 

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, authentisch und berührend, doch auch voller Witz und Hoffnung. Die Heldin Alia ist ebenso verrückt wie bezaubernd.

 


 

Nadin Hardwiger: Lucindarella

 

Nachdem Cinda lange von ihrer Mutter und den beiden Stiefschwestern schikaniert worden ist, hat sie sich in Berlin eine erfolgreiche Existenz als Modedesignerin aufgebaut.

 

Nun fährt sie zum siebzigsten Geburtstag der Großeltern in ihren Heimatort zurück und landet prompt wieder im alten Muster – Mutter und Schwestern schließen sie von den familiären Festlichkeiten aus, bürden ihr jede Menge Arbeit auf und boykottieren sie dann bei ihren Bemühungen, diese Aufgaben zu erfüllen. Einziger Lichtblick ist der attraktive Verwalter David, auf den jedoch auch eine der Schwestern ein Auge geworfen hat.

 

Wird Cinda es trotz aller Widrigkeiten schaffen, den Ball zu besuchen und den Liebsten für sich zu gewinnen?

 

Die moderne Aschenputtel-Interpretation liest sich flüssig und leicht und das Märchenmotiv ist gut nachzuvollziehen. Leider bleibt die Darstellung der Charaktere eher oberflächlich und kann nicht immer überzeugen, auch große Teile der Handlung sind klischeehaft und überzogen.

 

Wer Märchen mag und sich nicht daran stört, wenn es unrealistisch wird, dem bietet dieser Kurzroman ein paar angenehme Stunden unbeschwerter Unterhaltung.

 


 

Nina Mackay: Queen on Heels

 

Kronprinz Karl-Alexander muss sich eine Frau suchen, um seinen Anspruch auf den preußischen Thron nicht zu verlieren. Mariella, Baroness von Württemberg, muss sich vorteilhaft verheiraten, damit ihre mittellose Familie gut versorgt ist. Als die beiden sich begegnen, funkt es sofort zwischen ihnen.

 

Doch die intrigante Prinzessin von Belgien und Karl-Alexanders fieser Bruder Frederick haben eigene Pläne für die Zukunft und schrecken vor nichts zurück, um ihre Ziele zu erreichen. Und dann sind da noch Mariellas übermütige Geschwister, die für jede Menge Unruhe sorgen …

 

All das schildert die Autorin lebhaft und witzig im umgangssprachlichen Ton. Wer jeden Anspruch auf Realismus ablegt und Freude an herzhafter Komik hat, wird von dieser turbulenten, rasanten und wendungsreichen Liebesgeschichte gut unterhalten.

 


 

Karin Lindberg: Vertraglich verliebt

 

Nach schrecklichen Erfahrungen in der Kindheit sitzt Damians Angst tief, ähnliche Anlagen in sich zu tragen wie sein krimineller Vater. Eine Liebesbeziehung ist für ihn ausgeschlossen. Um jedoch den Verkupplungsversuchen seiner Adoptivmutter ein Ende zu machen, engagiert Damian die reizende Julia für ein Wochenende als angebliche Freundin.

 

Zu seinem Schrecken fühlt er sich tatsächlich unwiderstehlich zu ihr hingezogen. Julia verliebt sich ebenfalls in ihn, doch die widersprüchlichen Signale, die Damian aussendet, machen es den beiden schwer, einen Weg zueinander zu finden.

 

Eine heitere romantische Komödie mit sympathischen Charakteren, in der zahlreiche Missverständnisse zu klären sind, bevor die Protagonisten – nicht ohne etwas Hilfe von ihren Freunden – beim erwartungsgemäßen Happy End landen.

 

Die wirklichkeitsferne Geschichte liest sich locker und leicht. Keine große Literatur, aber gut geeignet zum Abschalten nach einem anstrengenden Tag.


 

Tanja Rast: Arrion

Neves Aufgabe als Geistersängerin ist es, ruhelose Seelen in den Acht Reichen aufzuspüren und ihnen den Übergang in die andere Welt zu ermöglichen. Als sie den Geist des berühmten Ritters Arrion erlösen möchte, kehrt dieser jedoch – sehr sichtbar, sehr kampfestüchtig und sehr attraktiv – zu Neve zurück.

Gemeinsam stellen sie sich gegen den niederträchtigen Herrscher des Reiches, der finstere Zauberkräfte nutzt, um seine Macht auszudehnen. Je mehr Gefahren Neve und Arrion zusammen bestehen, desto stärker werden ihre Gefühle füreinander. Doch wie kann die Liebe zwischen einer Frau und einem Geist zur Erfüllung kommen?

Der Roman zeichnet sich durch zwei faszinierende, überzeugende Protagonisten, eine schöne Liebesgeschichte, atemlose Spannung und eine schlüssige Handlung aus.

 

Für meinen Geschmack ist die Beschreibung der Schlachten zu blutig geraten, und in der Beziehung zwischen Neve und Arrion hätte ich mir etwas mehr Unaufdringlichkeit und Stil gewünscht. Wem es aber nichts ausmacht, wenn es im Kampf einmal etwas heftiger zugeht, der wird mit „Arrion“ kurzweilig unterhalten.