Jugendbücher

 

Marie Rutkoski: Spiel der Macht

 

Aus einer Laune heraus ersteigert Kestrel den Schmied Arin bei einer Auktion. Zwischen der Tochter des valorianischen Generals und dem herranischen Sklaven entwickelt sich eine zarte Verbundenheit.

 

Denn auch Kestrel kann nicht frei wählen, wie sie leben will. Sie muss sich den Erwartungen ihres Vaters und den Regeln ihres Standes beugen. Während sie Arin näherkommt, ahnt sie nicht, dass sie nur eine Spielfigur in einem ausgeklügelten Plan ist. Denn die Herrani sind entschlossen, das Joch der Sklaverei abzuschütteln.

 

Farbenprächtig, spannend, wendungsreich – ein fesselnder Roman über die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung.

 

Dieses Buch bietet alles, was ein Leserherz begehrt: starke, überzeugende Charaktere, schicksalhafte Entscheidungen, eine ganze Bandbreite von Emotionen. Großes Kino!

 


 

Jessi Kirby: Offline ist es nass, wenn's regnet

 

Als Influencerin spiegelt Mari Tausenden von Internet-Followern ein perfektes Leben vor. Innerlich fühlt sie sich jedoch hohl und leer. Erst als sie sich spontan entschließt, anstelle ihrer verstorbenen Kusine den John Muir Trail im Yosemite Nationalpark zu durchwandern, entdeckt sie, wer sie wirklich ist und was das Leben wertvoll macht.

 

Maris lange Reise zu sich selbst ist berührend, spannend und abenteuerlich. Ein wunderbares Buch über die Frage, wer wir sein wollen und was uns als Menschen ausmacht.

 


 

Marisha Pessl: Niemalsland

 

Als Beatrice ein Jahr nach dem ungeklärten Tod ihres Freundes Jim zu einem Treffen mit ihrer alten Clique fährt, hofft sie, mehr über die damalige Unglücksnacht zu erfahren. Sie weiß, dass jeder ihrer Freunde etwas zu verbergen hat, doch sie stößt auf eine Mauer des Schweigens. Bis die fünf jungen Leute nach einem Unfall in einer Zeitschleife landen, dazu verdammt, den gleichen Tag immer wieder zu durchleben. Als sie sich gezwungenermaßen mit der Vergangenheit auseinandersetzen, kommen jede Menge Geheimnisse ans Licht.

 

Eine absolut packende Geschichte, die mich völlig in ihren Bann gezogen hat. Der stimmige Roman über Lügen und Geheimnisse, Verhängnis und Schuld ist großartig ausgedacht und erzählt.

 

Vielschichtig, schaurig, düster und aufregend.

 


 

Monika Peetz: Der Herz der Zeit Band 1. Die unsichtbare Stadt

 

Seit ihre Eltern vor vielen Jahren bei einem Autounfall ums Leben kamen, lebt Lena bei der Familie ihrer Tante. Sie fühlt sich oft fehl am Platz und leidet darunter, dass sie keine Erinnerungen an ihre Eltern hat.

 

Eines Tages entdeckt Lena bei den Sachen ihrer Mutter eine rätselhafte Uhr. Als sie damit herumexperimentiert, erfährt sie von Dante, einem jungen Mann aus der unsichtbaren Stadt der Zeitreisenden, dass ihre Mutter eine Zeitreisende war.

 

Dante beginnt Lena in die Geheimnisse der Zeitreisenden einzuweisen. Fest entschlossen, den tragischen Unfall ihrer Eltern ungeschehen zu machen, benutzt Lena ihr neu erworbenes Wissen und reist in die Vergangenheit zurück. Mit verhängnisvollen Folgen …

 

In diesem unterhaltsamen Fantasyroman treffen alltägliche Erfahrungen von Jugendlichen und eine magische fremde Welt aufeinander. Eine traurige Vergangenheit, tiefe Freundschaft, leichtsinnige Wagnisse, gefährliche Gegner und eine Prise Romantik verbinden sich zu einer faszinierenden Geschichte, die gespannt auf die Fortsetzung macht.

 


 

Christelle Dabos: Die Spiegelreisende Band 1: Die Verlobten des Winters


Die ein wenig verschrobene Ophelia führt als Leiterin eines kleinen Museums ein beschauliches Leben. Als von höchster Stelle bestimmt wird, dass sie den Adligen Thorn heiraten soll, muss sie die vertraute Arche Anima verlassen und ihren düsteren, wortkargen Verlobten in seine Heimat begleiten.


Die eisige Arche Pol zeigt sich als höfische Scheinwelt, in der undurchschaubare Intrigen gesponnen werden und keiner sein wahres Gesicht zeigt. Bald erfährt Ophelia am eigenen Leib, dass sie keinem Menschen trauen kann.


Während Ophelia von außen wiederholt in Gefahr und unter Druck gerät, wächst in ihr die Entschlossenheit, in dieser fremden und feindlichen Welt zu überleben und sich einen eigenen Platz zu erkämpfen.


Der Roman liest sich sehr flüssig und begeistert durch die große Kreativität, mit der sich die Autorin ihr fantastisches Universum ausgedacht hat. Man kann sich leicht in die Welt der Archen und vor allem in das höfische Leben am Pol einfühlen. Die Charaktere fand ich dagegen etwas blass, vor allem Ophelia ist für mich nicht wirklich zu einer Identifikationsfigur geworden.


Gegen Ende wurde das Buch aber richtig spannend und ich möchte sehr gern wissen, wie es mit Ophelia und Thorn weitergeht.




Charlotte Richter: Die Muschelsammlerin - Deine Bestimmung wartet

 

Jedes Jahr versammeln sich am Tag der Verbindung alle 18-Jährigen von Amlon, um ihren Seelenpartner aus der Spiegelwelt Nurnen zu empfangen und sich in Liebe mit ihm zu vereinen. Auch Mariel hofft auf eine wunderbare Liebesgeschichte. Doch als sich das Tor zwischen Amlon und Nurnen öffnet, ist Mariels Bestimmter nicht unter den Ankömmlingen.

 

Wie alle anderen Übriggebliebenen wird Mariel als Sonderbare von Amlon verbannt. Ihre einzige Chance auf eine Rückkehr in die Gemeinschaft ist, sich selbst auf die lebensgefährliche Reise nach Nurnen zu begeben und dort ihren Seelenpartner zu finden.

 

Zusammen mit einer kleinen Gruppe von Ausgestoßenen macht sich Mariel auf einen Weg, der sie mit ihren schlimmsten Dämonen konfrontiert, ihr die schwierigsten Entscheidungen abverlangt und ihr Weltbild vollkommen erschüttert.

 

Eine packende Geschichte über Scheinwelten und den Preis des Glücks. Sehr abenteuerlich, komplex und dramatisch. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

 


 

Ursula Poznanski: Thalamus

 

Nach einem schweren Motorradunfall wird Timo zur Rehabilitation in die abgelegene Markwartklinik geschickt, die auf Menschen mit Kopfverletzungen spezialisiert ist. Schon bald kommt Timo einiges merkwürdig vor. Während er sich tagsüber mit Anwendungen abplagt, die seine Motorik wiederherstellen sollen, kann er nachts mühelos durch die Klinik wandern. Auch sein Zimmergenosse scheint ein nächtliches Eigenleben zu führen. Hinzu kommt eine fremde Stimme in Timos Kopf, die ihn vor etwas zu warnen scheint, und die unerklärliche Fähigkeit, mit seinen Gedanken den Fahrstuhl zu steuern.

 

Weil sein Sprachzentrum gestört ist, kann sich Timo gegenüber den Ärzten und seinem neuen Freund Carl nicht verständlich machen. Da stirbt überraschend ein Patient, der bereits als geheilt galt, ein Sturm schneidet die Klinik von der Außenwelt ab und plötzlich wird die Situation für Timo und seine Freunde gefährlich.

 

Der Autorin gelingt es meisterhaft, eine fast gruselige Spannung aufzubauen, die sich ständig steigert. Toll erzählt, absolut fesselnd und vielleicht gar nicht weit von der Realität entfernt.

 


 

Connie Glynn: Prinzessin undercover

 

Als die mittellose Lottie im exklusiven Internat Rosewood Hall versehentlich für die Thronfolgerin von Maradova gehalten wird, kommt das der echten Prinzessin Ellie gerade recht. Sie möchte unbedingt incognito bleiben und bietet Lottie einen Rollentausch an.

 

Lottie und Ellie werden Freundinnen und müssen all ihren Mut und Verstand zusammennehmen, um Intrigen zu durchschauen und unbekannte Feinde abzuwehren. Als eine finstere Organisation die Prinzessin entführen will, können nur unbedingte Loyalität, Geistesgegenwart und Entschlossenheit zur Rettung führen.

 

Spannend, geheimnisvoll. Der große Traum vom Prinzessinnendasein wird wahr, aber anders als gedacht.

 


 

Mechthild Gläser: Bernsteinstaub

 

Eben noch war Ophelia eine ganz normale Schülerin in Berlin, die ein gewisses Pünktlichkeitsproblem hatte. Im nächsten Moment gehört sie zur geheimen Gemeinschaft der Zeitlosen und könnte sogar Herrin der Zeit werden.

 

Gemeinsam mit ihrer Schwester Grete, dem ehrgeizigen Darius und dem undurchdringlichen Leander muss sie die außer Kontrolle geratenen Zeitströme in New York, der Sahara und der Antarktis beruhigen. Während die vier jungen Leute von einem Abenteuer ins nächste stürzen, versucht Ophelia, das Rätsel um den Tod ihres Vaters zu lösen und kommt dabei einem großen Geheimnis auf die Spur.

 

Fantasievoll, spannend, überraschend – dieser Jugendroman überzeugt durch faszinierende Charaktere, unerwartete Wendungen, geheimnisvolle Zusammenhänge und eine Story mit Tiefgang.

 


 

Ali Benjamin: Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

 

Suzy und Franny waren nicht wie die anderen Mädchen ihres Alters und machten sich nichts daraus. Denn sie waren beste Freundinnen. Bis Franny eines Tages anfing, sich zu verändern, und sich von Suzy entfernte. Und jetzt ist Franny tot, beim Schwimmen ertrunken.

 

Suzy ist fassungslos. Verzweifelt versucht sie eine plausible Erklärung für Frannys Tod zu finden. Erst als sie erkennt, dass manche Dinge einfach passieren, kann sie das Geschehene loslassen.

 

Eine berührende Geschichte, die von Verlust und Trauer erzählt und von zarten Neuanfängen, die neuen Mut schenken.

 


 

Vicki Grant: 36 Fragen an dich

 

Bei einem psychologischen Experiment trifft die ernsthafte, kommunikative Hildy auf den gutaussehenden, unzugänglichen Paul, der nur aus finanziellen Gründen an der Studie teilnimmt. Kann der Austausch über eine Reihe von vorgegebenen Fragen zwischen diesen gegensätzlichen Charakteren Nähe und sogar Liebe schaffen?

 

Hildy macht nicht nur die abweisende Haltung ihres Gesprächspartners zu schaffen, sondern auch die Entfremdung ihrer Eltern und der Kummer ihres jüngsten Bruders. Als sie die Nerven verliert und das Experiment abbrechen will, ist es ausgerechnet Paul, der sich dafür einsetzt, dass alle 36 Fragen beantwortet werden.

 

Wie zwei Menschen sich trotz aller Gegensätze annähern, sich verletzlich machen und ineinander verlieben, wird in diesem Jugendroman nachvollziehbar und sympathisch erzählt. Die Dialoge zwischen den beiden liebenswerten Charakteren sind pfiffig, witzig und berührend.

 

Eine zauberhafte Liebesgeschichte!

 


 

Ella Blix: Der Schein

 

Weil ihr Vater ein Forschungsprojekt in den USA übernommen hat, muss die sechzehnjährige Alina das nächste halbe Jahr im Internat Schloss Hoge Zand auf der winzigen Ostseeinsel Griffiun verbringen.

 

Widerwillig erkundet sie ihre neue Umgebung und macht rätselhafte Entdeckungen. Im streng verbotenen Naturschutzgebiet hält sich eine mysteriöse junge Frau auf, die ihr merkwürdig vertraut erscheint. Der Kioskbesitzer legt ein seltsames Verhalten an den Tag. Die Hausmutter des Internats verschwindet spurlos. Und was hat es mit dem schattenhaften Schiff auf sich, das der Sage nach alle zehn Jahre vor der Insel zu sehen ist?

 

Auf der Suche nach Antworten schließt sie neue Freundschaften und erfährt Erstaunliches über ihre eigene Familie.

 

Ein sprachlich und inhaltlich rundum gelungenes Jugendbuch mit genau der richtigen Mischung von Komik und Tiefgang, Spannung und Atmosphäre. Die Geschichte fesselt von der ersten bis zur letzten Seite und birgt immer wieder Überraschungen, die Charaktere sind originell und überzeugend, und selbst nach knapp 500 Seiten möchte man sich gar nicht von ihnen trennen.

 

Ein echter Lesegenuss, nicht nur für Jugendliche!

 


 

Julie Murphy: Dumplin‘. Go big or go home

 

Seit der süße Bo sie geküsst hat, fühlt sich Willowdean nicht mehr wohl in ihrer Haut. Sie kann einfach nicht glauben, dass eine ernsthafte Beziehung zwischen einem attraktiven Jungen und einer übergewichtigen Außenseiterin möglich ist.

 

Doch das ist nicht Willowdeans einziges Problem. Sie fühlt sich von ihrer schlankheitsbeflissenen Mutter abgelehnt, vermisst ihre viel zu früh verstorbene Tante und hat Angst, dass ihre beste Freundin sich innerlich von ihr entfernt.

 

Um zu beweisen, dass Schönheit nicht unbedingt mit Modelmaßen zu tun hat, meldet sich Willowdean für den alljährlichen Schönheitswettbewerb in ihrer Stadt an. Während sie sich gegen alle inneren und äußeren Widerstände durchboxt, lernt sie zunehmend, für das einzustehen, was ihr wirklich wichtig ist.

 

Wunderbar witzig und nachdenklich zugleich schildert Willowdean ihre Erfahrungen, Selbstzweifel, Kämpfe und Fortschritte. Das Buch lebt von den liebenswerten Charakteren, den vielschichtigen Themen und dem unmittelbaren Erzählstil. Lesenwert!

 


 

Cath Crowley: Das tiefe Blau der Worte

 

Nach dem Tod ihres Bruders ist Rachel innerlich wie abgestorben. Sie hat jede Orientierung verloren, fällt durch die Abschlussprüfung und beginnt, in einem Secondhand-Buchladen zu jobben. Dort begegnet sie ihrem Schulfreund Henry wieder, in den sie früher heimlich verliebt war.

 

Obwohl sie entschlossen ist, keinen Menschen mehr an sich heranzulassen, wächst zaghaft ein neues Interesse am Leben. Und an Henry.

 

Diese berührende Geschichte erzählt von verschiedenen Facetten menschlicher Beziehungen, von Freundschaft und Liebe, Verlust, Trauer und Aufbruch. Die Magie der Worte entfaltet ihren Zauber – in Randnotizen und Briefen, in menschlichen Herzen und in der Phantasie des Lesers.

 

Wunderschön!




John Green: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

 

Aza leidet unter einer Angststörung und funktioniert nur äußerlich einigermaßen. Im Inneren kämpft sie mit Gedankenspiralen und der Überzeugung, sie würde an einer bakteriellen Infektion sterben.

 

Da trifft sie den Millionärssohn Davis wieder, mit dem sie früher einmal befreundet war, und fühlt sich durch seine feinfühlige Art angezogen. Zwischen den beiden verstörten, verletzlichen jungen Menschen entsteht eine tiefe Verbindung. Aza steckt jedoch zu fest im Klammergriff ihrer Ängste, um sich wirklich auf Davis einlassen zu können.

 

John Green ist ein wunderbarer Schriftsteller und ein großer Wortkünstler. Es gelingt ihm hervorragend, den Leser in die komplizierte Gedankenwelt von Teenagern hineinzuziehen, die auf der Suche nach der eigenen Identität sind.

 

Das Buch hat mich sehr berührt. Aza und die geistreichen Charaktere um sie herum sind unvergesslich und hinterlassen einen tiefen Eindruck. Die Geschichte ist streckenweise absurd und witzig, manchmal erschütternd, überwiegend aber herzzerreißend traurig und nicht wirklich tröstlich.

 


 

Harriet Reuter Hapgood: Ein bisschen wie Unendlichkeit

 

Seit dem Tod ihres Großvaters ist Gotties Welt aus den Fugen geraten. Und das buchstäblich - immer wieder wird Gottie durch Wurmlöcher in die Vergangenheit gezogen. Sie versucht, die Rätsel der Zeitreisen zu ergründen, aber erst die Liebe zu Thomas löst sie aus der inneren Starre und weckt neuen Lebensmut.

 

Eine feinfühlig erzählte Geschichte über Verlust und Trauer und die Kraft der Liebe. Glaubhaft, originell und berührend. Die junge Heldin ist einfach wunderbar!



 

Ulla Scheler: Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

 

Nach dem Abitur lässt sich Hanna von ihrem besten Freund Ben zu einer spontanen Reise an die Ostsee überreden. In der Nähe einer kleinen Stadt hören sie die örtliche Sage, dass ein gekränktes Meermädchen jedes Jahr einen jungen Mann zu sich in die Tiefe holt.

 

Bald häufen sich die Anzeichen, dass der draufgängerische Ben das nächste Opfer sein könnte. Und dann verschwindet Ben.

 

Eine spannende Geschichte über die zerstörerische Kraft alter Wunden, über die Liebe und den Tod. Wunderbar feinfühlig erzählt, geistreich und berührend - ein echtes Lese-Highlight!

 


 

Stefan Bachmann: Palast der Finsternis

 

Zusammen mit vier anderen Jugendlichen wird die hochbegabte Anouk angeworben, einen unterirdischen Palast aus dem 18. Jahrhundert zu erforschen. Die geheimnisvolle Expedition entpuppt sich jedoch schnell als tückische Falle.

 

Während die jungen Menschen verzweifelt versuchen, ihren Auftraggebern zu entfliehen und einen Weg aus der labyrinthischen Unterwelt zu finden, tritt eine Gestalt auf den Plan, mit der niemand gerechnet hat: der tödliche Schmetterlingsmann.

 

Rasant, extrem spannend, gruselig – eine tolle Abenteuergeschichte, die bis zur letzten Seite fesselt.

 


 

Colleen Hoover: Nächstes Jahr am selben Tag

 

Von Insta-Love hält Fallon nicht viel. bis sie Ben begegnet und es heftig zwischen ihnen funkt. Trotzdem vereinbaren die beiden jungen Leute, sich in den nächsten fünf Jahren nur einmal im Jahr zu treffen.

 

Was zunächst wie ein vernünftiger Plan aussieht, stellt ihre wachsende Liebe bald auf eine harte Bewährungsprobe.

 

Das Buch vereint Witz und Dramatik, leidenschaftliche Gefühle und düstere Geheimnisse zu einer mitreißenden Geschichte, deren Ausgang man mit Spannung verfolgt.

 


 

Traci Chee: Ein Meer aus Tinte und Gold

 

Ein geheimnisvolles Buch ist alles, was Sefia von ihren Eltern geblieben ist. Doch es entpuppt sich als gefährlicher Besitz. Schon bald wird Sefia von allen Seiten gejagt. Nur der stumme Archer wird ihr zum zuverlässigen Freund und Verbündeten.

 

Ein tolles Buch - spannend, vielschichtig und aufregend. Es entführt in ein großartiges Leseabenteuer!

 


 

Kathy MacMillan: Feuer und Feder

 

Raisa wird am Königshof zur Tutorin eines zukünftigen Herrschers ausgebildet. Die ideale Position, um den Widerstand ihres versklavten Volkes zu unterstützen. Doch Raisa zögert. Denn wenn sie den Rebellen hilft, setzt sie nicht nur ihr Leben aufs Spiel, sondern wird auch zur Verräterin an ihrer großen Liebe, dem Prinzen Mati.

 

Eine Welt der Unterdrückung und Gewalt, ein auswegloser Konflikt, Machtpolitik und Intrigen - und mittendrin eine junge Frau, die darum ringt, ihren eigenen Weg zu finden. Sehr spannend und mitreißend!

 


 

Sarah J. Maas: Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen

 

Zwischen dem Reich der Menschen und Prythian, der Welt der Fae, besteht erbitterte Feindschaft. Als die Jägerin Feyre einen Wolf der Fae tötet, hat sie ihr Leben verwirkt und wird an den Frühlingshof in Prythian verschleppt.

 

Je mehr Feyre die Wahrheit hinter den zahlreichen Legenden über die Fae entdeckt, desto mehr öffnet sie sich dem Zauber von Prythian und dem Charme des High-Lords Tamlin. Doch über dem Land liegt ein Fluch. Aus Liebe zu Tamlin nimmt Feyre es mit einer übermächtigen Gegnerin auf.

 

Ein absolut packender Fantasyroman der großen Gefühle. Hier wird gekämpft und geliebt, gelitten und triumphiert, Großes gewagt und Übermenschliches abverlangt.

 

Das Buch ist die reine Magie – die fantasievolle Fae-Welt hält den Leser in ihrem Bann, die Spannung steigt von Kapitel zu Kapitel und am Ende kann man es kaum erwarten, die Folgebände zu lesen.

 

Ein wunderbares Lesevergnügen für Fantasy-Freunde ab 16.

 



Jenny Downham: Die Ungehörigkeit des Glücks

 

Von wem lasse ich mir sagen, wie ich das Glück zu finden habe?

 

Mary war stets unangepasst, ihre Tochter Caroline dagegen hat immer versucht, alles richtig zu machen. Auch Carolines Tochter Katie lebt innerhalb strikter Grenzen und spürt immer stärker, dass sie ihr zu eng werden.

 

Jetzt ist Mary dement und Caroline nimmt sie widerwillig bei sich auf. Fasziniert von der bisher unbekannten Oma beginnt Katie, die Familiengeschichte zu erforschen. Gleichzeitig kommt sie ihrer eigenen Identität auf die Spur und lernt, sich dazu zu bekennen.

 

Feinfühlig schildert dieses Buch unterschiedliche Lebenswege und verwirrende Emotionen und führt zur Einsicht, dass jeder auf seine eigene Weise das Glück finden muss.

 

Eindrücklich und ermutigend!

 


 

Antoinette Lühmann: Dragonfly - Finde deine Bestimmung

 

Im Königreich Himmerland sind die Menschen für ihr Überleben auf magische Hilfe angewiesen. Doch die magischen Geschöpfe ziehen sich immer mehr zurück und es droht ein Aufstand des Volkes gegen Prinz Børge. Das besondere Augenmerk der Regierung liegt deshalb auf Kindern mit magischen Fähigkeiten.

 

Auch die vierzehnjährige Charlotte wird in die Zitadelle bestellt, obwohl sie bisher keine besondere Gabe an sich entdecken konnte. Als sie plötzlich vor den Wächtern des skrupellosen Hauptmanns Eisenhauer fliehen muss, stellt sie fest, dass ihr bisheriges Leben eine Lüge war. Begleitet vom abtrünnigen Wächter Fynn macht sie sich auf den Weg, ihre wahren Eltern kennenzulernen. Sie entdeckt ihre Begabung und muss sich entscheiden, wem sie damit dienen will.

 

Die Geschichte über Identität, Berufung und die Verhältnismäßigkeit der Mittel ist fantasievoll, komplex und spannend. Einfühlsam und anschaulich erzählt die Autorin von einer Welt, in der Mut genauso wichtig ist wie Magie. Märchenhafte und realistische Elemente vermischen sich auf überzeugende Weise. Hat mir sehr gut gefallen!

 


 

Anne Freytag: Mein bester letzter Sommer

 

Tessa läuft die Zeit davon. Sie hat nur noch einige Wochen zu leben und so viele ihrer Wünsche sind bisher unerfüllt geblieben. Die Begegnung mit Oskar reißt sie aus ihrer Bitterkeit und Wut. Gemeinsam machen die beiden jungen Menschen eine Reise nach Italien und feiern die Liebe und das kurze Glück, das ihnen vor dem endgültigen Abschied bleibt.

 

Eine wunderschöne, tieftraurige Geschichte über das Privileg, einen Menschen zu finden, vor dem man nichts verstecken muss.

 

Ein Buch voller gewaltiger Gefühle, tiefer Einsichten, Ehrlichkeit, Versöhnung, Erfüllung und Abschied. Sehr bewegend!

 


 

Nicole Boyle Rødtnes: Wie das Licht von einem erloschenen Stern

 

Eine Gehirnblutung nach einem Sturz hat Vegas Sprachzentrum beschädigt. Seither macht es ihr der Wortschlamm in ihrem Kopf macht beinahe unmöglich, sich mitzuteilen. Das Leben ihrer früheren Schulkameraden kann sie nur noch auf Facebook verfolgen und sie spürt, dass auch ihr Freund Johan sich immer weiter von ihr entfernt.

 

Frustriert über ihre mangelnden Fortschritte und geplagt von Albträumen versucht Vega, herauszufinden, wie es zu ihrem folgenschweren Sturz kam. Unterstützung und Trost findet sie bei Theo, der genau wie sie an Aphasie leidet. Gemeinsam mit ihm nimmt sie den Kampf gegen die Sprachlosigkeit auf.

 

Dieser eindringliche Roman gibt Einblick ins Innenleben einer jungen Frau, die durch ihre Erkrankung völlig ausgebremst ist. Einfühlsam und bewegend schildert die Autorin Vegas Hilflosigkeit und Wut, den inneren Rückzug und den mühevollen Weg zurück in die Normalität.

 

Die bildhafte Sprache, aber auch die tiefen Einsichten über Beziehungen und das Leben machen das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis.

 


 

Helen Maslin: Darkmere Summer

 

1825. Die junge Debütantin Elinor wird mit dem tyrannischen St. Cloud verheiratet. Von ihrem Mann geringgeschätzt und von den Dienern missachtet, fristet sie ein trauriges Leben in der Abgeschiedenheit von Schloss Darkmere. Ihr Versuch, der Demütigung und dem Leid zu entfliehen, enden in der Katastrophe und in einem Fluch über St. Cloud und alle seine Nachkommen.

 

2015. An ihrer neuen Schule ist Kate eine Außenseiterin, die ihre Unsicherheit hinter schrillen Frisuren und engen Klamotten verbirgt. Sie schwärmt für den unberechenbaren Leo und nimmt nur zu gern seine Einladung an, die Sommerwochen mit ihm und ein paar Freunden in seinem alten Schloss am Meer zu verbringen.

 

Was als aufregendes Abenteuer beginnt, verliert jedoch schnell an Unbeschwertheit. Leos Launen belasten die Gruppe und die düstere Vergangenheit von Schloss Darkmere scheint sich wie ein Schatten auf die Gegenwart zu legen. Ist Elinors Fluch vielleicht doch mehr als ein Hirngespinst?

 

Ein atmosphärisch dichter Jugendroman mit glaubhaften Charakteren und gruseligen Elementen, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Vor allem die beiden Erzählerinnen Kate und Elinor überzeugen durch ihre Verletzlichkeit und ihren verzweifelten Wunsch nach Zugehörigkeit und Annahme.

 

Für mich ein echtes Lese-Highlight!

 


 

Renée Ahdieh: Zorn und Morgenröte

 

Shahrzad ist unerschrocken und wagemutig. Nachdem der Kalif von Chorasan ihre Freundin Shiva genau wie zahlreiche andere Mädchen nach der Hochzeitsnacht hinrichten ließ, meldet sie sich freiwillig als nächste Braut. Fest entschlossen, sich an Chalid zu rächen, benutzt sie ihre Erzählkunst, um ihr eigenes Leben zu retten und herauszufinden, wie sie den verhassten Kalifen töten kann.

 

Während ihre Freunde Himmel und Erde in Bewegung setzen, um Shahrzad aus dem Palast zu befreien, erkennt die junge Königin, dass Chalid keinesfalls das Ungeheuer ist, für das sie ihn gehalten hat. Wem soll nun ihre Loyalität gehören – ihrer Jugendliebe Tarik oder ihrem unergründlichen Ehemann?

 

Eine märchenhafte Geschichte aus der Welt von tausendundeiner Nacht, voller Leidenschaft, Dramatik und Magie. Shahrzad ist eine einzigartige Heldin, die nicht nur den Kalifen, sondern auch den Leser bezaubert. Exotik und Farbenpracht des Orients werden durch die Sprache wunderbar eingefangen, genau wie die widersprüchlichen Emotionen der Protagonisten.

 

Ein großartiges Leseabenteuer, das mit immer neuen Wendungen überrascht und für ein stetes Ansteigen der Spannung sorgt.

 


 

Elizabeth LaBan: So wüst und schön sah ich noch keinen Tag

 

Als Duncan im letzten Schuljahr sein eigenes Zimmer bezieht, findet er dort eine Reihe CDs, die ihm der Albino Tim hinterlassen hat. Auf ihnen erzählt sein Vorgänger von Irrtümern und tragischen Verwicklungen, die in einer Katastrophe mündeten. Für Duncan sind diese Enthüllungen Warnung und Ansporn zugleich, nicht im verkehrten Moment zu schweigen.

 

Eine spannende, berührende Geschichte über eine heimliche Liebe und die Tragweite falscher Entscheidungen. Einfühlsam und intelligent erzählt.

 


 

Skye Winter: Glaubenssache verbannt

 

Sara gehört zur Gemeinschaft der Sonnenkinder, die nach dem dritten Weltkrieg abgeschottet von der Außenwelt und unter der Leitung der Priesterin Amelie ein geregeltes, friedliches Leben führen.

 

Unter der Oberfläche der scheinbar heilen Welt rumort es jedoch gewaltig, als bewahrende, rebellische und gemäßigte Kräfte um die Macht ringen. Saras Freundin Maya fühlt sich schon lange eingeengt und sucht heimlich einen Weg, um aus der Gemeinschaft zu fliehen. Die angepasste Sara dagegen muss erst einige schmerzhafte und bedrohliche Erfahrungen machen, bis sie erkennt, dass alles ganz anders ist, als sie immer geglaubt hat.

 

Die wendungsreiche Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und gewinnt mit fortschreitender Handlung immer mehr Tiefgang. Es entsteht das vielschichtige Bild einer alternativen Lebensform, die trotz guter Ansätze die menschliche Tendenz zu Machtstreben und Boshaftigkeit nicht ausmerzen kann.

 

Die handelnden Personen sind mehrdimensional und überzeugend gezeichnet, und von Kapitel zu Kapitel steigert sich die Spannung in diesem ersten Teil des Romans, dessen schlussendlicher Ausgang unvorhersehbar bleibt.

 

Fesselnde Lektüre für alle Freunde von Utopien/Dystopien!

 


 

Ryan Graudin: Walled City

 

In Walled City - einer Stadt, in der die Gewalt regiert - kreuzen sich die Wege dreier Jugendlicher. Nur gemeinsam können Jin, Dai und Mei Yee dem sicheren Verderben entrinnen. Denn ihre Gegner sind übermächtig ...

 

Ein hochspannender Jugendroman, der Härte und Brutalität nicht ausspart und gleichzeitig in feinfühliger Sprache von Vertrauen, Mut und Liebe erzählt. Großartig!

 


 

Nicole Boyle Rødtnes: Schicksalstanz. Die Töchter der Elfe

 

Birke und ihre beiden Schwestern haben ein streng gehütetes Geheimnis: Sie sind Töchter einer Elfe und können nur durch ihre magischen Tänze überleben, mit denen sie Energie aus ihren Zuschauern ziehen. Eines Tages taucht der faszinierende Malte an Birkes Schule auf und Birke verliebt sich in ihn. Sie beginnt, gegen die strengen Vorsichtsmaßnahmen ihres Vaters aufzubegehren, und bringt damit ihre Familie in Gefahr.

 

Ein tolles Buch! In jeder Hinsicht gelungen – die spannende, stimmungsvolle Geschichte wird feinfühlig und glaubhaft erzählt, die Charaktere sind rund und überzeugend. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten!

 


 

Andreas Eschbach: Aquamarin

 

Saha lebt in einer Stadt an der australischen Küste und kann nicht schwimmen. Dies ist nur einer der Gründe, warum sie von ihren Mitschülern gemobbt wird. Doch als sie in ein Wasserbecken gestoßen wird, findet Saha heraus, dass sie unter Wasser atmen kann. Die merkwürdigen Schnittwunden an ihrem Körper entpuppen sich als Kiemen. Während Saha versucht, ihr Geheimnis zu wahren, kommt sie einer ungeheuerlichen Geschichte von Genmanipulationen und der Ausrottung unerwünschter Arten auf die Spur.

 

Ein großartiges Jugendbuch, spannend, glaubwürdig, toll ausgedacht und erzählt. Nach den ersten paar Seiten konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Andreas Eschbach ist ein Meister seiner Kunst!

 


 

Johannes Groschupf: Das Lächeln des Panthers

 

Katinka übernimmt das in die Jahre gekommene Hotel Marabu von ihrem Vater und würde es gern wieder in Schwung bringen. Bedrängt von Schuldenbergen und einem skrupellosen Investor entdeckt sie, dass das alte Haus ein unglaubliches Geheimnis birgt.

 

Stimmungsvoll, schlüssig, spannend – ein packender Berlin-Roman für Jugendliche.

 


 

Richard Kurti: Krieg der Affen

 

Von den Menschen beauftragt, den übermütigen Rhesusaffen Einhalt zu gebieten, vernichten und vertreiben die Languren unter der Führung des skrupellosen Tyrell alle anderen Affenstämme aus Kalkutta. Dank seiner Intelligenz steigt Mica zu Tyrells rechter Hand auf. Insgeheim ist es sein Ziel, dessen Blutgier und Größenwahn ein Ende zu setzen, doch die Maschinerie der Macht droht seine Pläne zu vereiteln.

 

Packend und actionreich erzählt dieser Jugendroman davon, wie Angst und Vorurteile ein Volk verblenden und in die Diktatur führen können. Unterhaltsam und gleichzeitig lehrreich.

 


 

Eva Völler: Zeugenkussprogramm

 

Emily ist Zeugin eines Verbrechens geworden und wird mit ihrer Familie in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Sie muss Berlin verlassen und in einem verschlafenen Dorf in der Rhön neu anfangen. Von nun an ist ihr Leben geprägt von Misstrauen und Heimlichkeit.

 

Einziger Lichtblick ist der attraktive Personenschützer Pascal. Doch selbst er kann nicht verhindern, dass Emily erneut in Gefahr gerät.

 

Eine gelungene Kombination aus dramatischen, romantischen und komischen Elementen garantiert spannende Unterhaltung bis zur letzten Seite.

 


 

Ursula Poznanski: Layers

 

Dorian wacht neben einem reglosen Obdachlosen auf, den er offenbar selbst getötet hat. Oder vielleicht auch nicht? Ein geheimnisvoller Wohltäter bringt ihn an einen sicheren Ort, um ihn vor der Polizei zu schützen. Ist das wirklich so? Als Dorian einen Fehler macht, zeigen die vermeintlichen Freunde ihr wahres Gesicht. War alles nur gelogen?

 

Die Wahrheit liegt unter vielen Schichten von Täuschung und Illusion verborgen.

 

Der wendungsreiche Jugendthriller bleibt spannend bis zur letzten Seite.

 


 

Sophie Kinsella: Schau mir in die Augen, Audrey

Nach einer schlimmen Mobbing-Erfahrung leidet Audrey an einer Angststörung und meidet alle sozialen Kontakte. Von ihrer Therapeutin bekommt sie die Aufgabe, einen Film über ihre liebenswert verrückte Familie zu drehen. Auch Linus, der sympathische Freund ihres Bruders, trägt dazu bei, dass es Audrey nach und nach gelingt, wieder in Kontakt mit der Außenwelt zu treten.

 

Ein einfühlsamer Einblick in ein Leben, das aus dem Lot geraten ist, und in die Turbulenzen einer temperamentvollen Familie. Gut beobachtet, witzig und hoffnungsvoll.

 



Rachel McIntyre: Sternschnuppen-Stunden

Lara ist rothaarig, flachbrüstig und ihre Mutter arbeitet als Putzfrau - Grund genug für ihre Klassenkameraden, sie zu mobben. Einziger Lichtblick für Lara ist der neue Lehrer Mr Jagger. Er scheint sie wirklich zu mögen und ermutigt sie, sich zu wehren. Als Lara sich Hals über Kopf in ihn verliebt, gerät ihre Welt aus den Fugen.

 

Eine zauberhafte, witzige, intelligente Erzählerin, ein aktuelles Thema - diese Geschichte lässt niemanden unberührt!

 


 

Karen Foxlee: Das nachtblaue Kleid

 

Das Leben mit ihrem unsteten Vater hat Rose hart und verschlossen gemacht. Nur widerwillig freundet sie sich mit der quirligen, naiven Pearl an. Die Mädchen fiebern dem alljährlichen Ball entgegen, doch dann geschieht etwas Schreckliches.

 

Sprachlich wunderschön, atmosphärisch dicht, raffiniert erzählt - dies ist ein besonderes Buch, das man nicht so schnell wieder vergisst! Ab 14 Jahren.

 


 

Jennifer Benkau: Marmorkuss

 

Jarno möchte Fotograf werden, doch nun ist er auf der Flucht vor einem Mädchenhändler, dem er in die Quere geraten ist. Er versteckt sich in einer alten Villa und ist fasziniert von der Marmorstatue, die er dort findet.

 

Ein Jahrhundert lang war Klara im Stein gefangen, doch ein Kuss von Jarno ruft sie ins Leben zurück. Mühsam versucht sie sich in einer ihr fremden Welt neu zu orientieren. Die beiden jungen Leute müssen all ihren Mut und Verstand zusammennehmen, um angesichts mächtiger Feinde einen gemeinsamen Weg in die Zukunft zu finden.

 

Eine mitreißende, glaubhaft erzählte Geschichte, in der das Märchenmotiv mit der harten Realität dieser Welt zusammenprallt. Spannend bis zur letzten Seite!

 


 

John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

 

Ein wunderbarer Jugendroman, der auch Erwachsene berühren wird.

 

Zwei an Krebs erkrankte Jugendliche, die wissen, dass sie sterben müssen, verlieben sich ineinander. Das klingt nach schwerer Kost, aber das Buch ist herrlich humorvoll und flott geschrieben, sehr authentisch und lebensnah. Es wird nichts verklärt und nichts schwarz gefärbt, es geht um Höhen und Tiefen von Menschen, die den Tod vor Augen haben.

 

Dieses Buch hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht. Unbedingt lesen!

 


 

Jens Lossau: Phobie - wenn Ängste dein Leben verändern

 

Seit ihre Mutter bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, ist die Welt der dreizehnjährigen Hannah aus den Fugen geraten. Sie hat den Kontakt zu ihrem Vater und ihrem Bruder verloren und schottet sich von allen Menschen ab.

 

Nach einer nächtlichen Begegnung auf dem Friedhof freundet sie sich zaghaft mit einem Klassenkameraden an. Tom leidet unter zahlreichen Phobien und fordert Hannah heraus, sich gemeinsam mit ihm ihren schlimmsten Ängsten zu stellen. Hannahs Erfahrungen mit Tom sind intensiv und aufregend, jedoch auch verstörend. Toms Stimmungen schwanken und er verhält sich oft rätselhaft. Als Hannah anfängt, sich in ihn zu verlieben, geschieht eine Katastrophe.

 

Dieser ungewöhnliche All Age-Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Hannah erzählt die Geschichte aus ihrer Perspektive, und der Leser wird auf ehrliche und direkte Weise konfrontiert mit ihren wechselnden Gefühlen, ihren Fragen, Gedanken und Einsichten.

 

Dem Autor gelingt eine einfühlsame und psychologisch ausgefeilte Charakterisierung des jungen Mädchens, zum einen durch die sprachlich überzeugende Darstellung der Aufzeichnungen, zum anderen durch Hannahs Interaktion mit den Menschen um sie herum.

 

Auch der Schluss überzeugt mit kleinen hoffnungsvollen Schritten, ohne ein unangemessenes Happy End aus dem Boden zu stampfen.

 

Ein sehr bewegendes, packendes, wahrhaftiges Buch, das mich begeistert hat!

 


 

Cristin Terrill: Zeitsplitter. Die Jägerin

 

Die geheime Erfindung der Zeitmaschine hat zu Gewalt, Willkür und Unterdrückung geführt. Um diese Entwicklung zu stoppen, reist Em in der Zeit zurück. Doch der Mensch, den sie ausschalten muss, ist ihr bester Freund James, den sie seit ihrer Kindheit liebt ...

 

Dieses Buch hat mich wirklich gepackt. Ein fesselnder Mix aus Action und Emotionen, spannend bis zur letzten Seite. Ab 14 Jahren.

 


 

Marissa Meyer: Wie Monde so silbern. Band 1 der Luna-Chroniken

 

In der Epoche nach dem vierten Weltkrieg lebt Cinder mit ihrer Stiefmutter und den beiden Stiefschwestern in Neu-Peking. Es ist eine unruhige Zeit. Eine todbringende Seuche breitet sich unaufhaltsam aus und die mächtige Königin von Luna droht mit einem Angriff, falls sich der neue Herrscher des asiatischen Staatenbundes nicht mit ihr vermählen will.

 

Kaiser Kaito kann jedoch die ungewöhnliche Mechanikerin Cinder nicht vergessen, die ihm einmal einen Dienst erwiesen hat. Er lädt sie zu seinem Ball ein, nicht ahnend, welche Katastrophe er damit heraufbeschwört …

 

Märchen trifft auf Science Fiction – entstanden ist eine mitreißende dramatische Geschichte, sehr spannend und ein wenig düster. Ich kann es kaum erwarten, den nächsten Band der „Luna-Chroniken“ zu lesen!

 


 

Eoin Colfer: Warp. Der Quantenzauberer

 

Ein Zeugenschutzprogramm der besonderen Art: Im streng geheimen Warp-Projekt versteckt das FBI gefährdete Personen in der Vergangenheit. Doch als der Zauberer und Auftragsmörder Garrick auf der Suche nach wahrer Magie in der Zeitkapsel landet, läuft die Sache aus dem Ruder. Zusammen mit Garricks Lehrling Riley muss die Jung-Agentin Chevron sowohl das 21. als auch das 19. Jahrhundert vor dem Superschurken retten.

 

Rasant, witzig, actiongeladen, schräg und wendungsreich. Wer Artemis Fowl mochte, wird auch diese neue Serie von Eoin Colfer lieben.

 


 

Daniel Handler/Maira Kalman: 43 Gründe, warum es aus ist

 

Zwischen Min und Ed ist es aus. Alle Gegenstände, die in ihrer Beziehung eine Rolle gespielt haben, legt Min in einen Karton, um sie Ed zurückzugeben, begleitet von einem langen Brief.

 

In die Erzählerin Min muss man sich einfach verlieben! Sie ist gleichzeitig stark und verletzlich, außergewöhnlich und ganz normal.

 

Ein wundervolles Buch über die Schönheit und den Schmerz der ersten Liebe.

 


 

Ursula Poznanski: Saeculum

 

Ein Thriller für Jugendliche. Der Medizinstudent Bastian lässt sich von einer Freundin überreden, bei einem fünftägigen Rollenspiel mitzumachen. Eine bunte Truppe Mittelalterfans reist zusammen an einen einsamen Ort und schlägt mitten in einem finsteren Wald ihr Lager auf. Bald geschehen schaurige Dinge und ein alter Fluch scheint sich zu bewahrheiten.

 

Superspannend, clevere Wendungen, ein überraschender Schluss, ich fand's toll!

 


 

Cath Crowley: Graffiti Moon

 

Lucy ist verliebt in die Graffiti des geheimnisvollen Shadow und will den Künstler unbedingt kennenlernen.

 

Ed weiß, dass er in wenigen Stunden eine große Dummheit begehen wird, doch er bietet sich an, Lucy zu Shadow zu führen.

 

So ziehen die beiden Jugendlichen gemeinsam durch die Nacht und kommen sich dabei näher als erwartet.

 

Humorvoll und lebensnah erzählt, mit Charakteren, die einem unweigerlich ans Herz wachsen. Eine Geschichte, die ein Lächeln ins Gesicht zaubert!

 


 

Gregory Hughes: Den Mond aus den Angeln heben

 

Ein ebenso witziges wie spannendes und berührendes Buch über einen 13-jährigen Jungen, der sich mit seiner kleinen Schwester auf die Reise von Kanada nach New York begibt, um nach dem Tod des Vaters den lang verschollenen Onkel zu finden. Die beiden begegnen vielen verschiedenen Menschen und dank der besonderen Fähigkeiten und Charakterzüge des kleinen Mädchens schließen sie überall Freundschaften.

 

Wunderbar erzählt und sehr traurig.

 


 

Ruta Sepetys: Und in mir der unbesiegbare Sommer

 

Ein Jugendbuch, auch für Erwachsene: Die Geschichte der 15-jährigen Lina, die im Zweiten Weltkrieg mit ihrer Familie von Litauen nach Sibirien verschleppt wird und lernen muss, in entbehrungsreichsten Umständen zu überleben.

 

Herzzerreißend, erschütternd, wunderbar erzählt!

 


 

Ursula Poznanski: Erebos

 

Dieses Buch hat 2011 den Deutschen Jugendliteraturpreis (Preis der Jugendlichen) bekommen. Total spannend! Es erzählt von einem Computerspiel, das Jugendliche sich unter der Hand weiterreichen. Es fesselt und vereinnahmt die Spieler so, dass sie jeglichen Bezug zur Realität verlieren und sich auf zweifelhafte Aktionen einlassen. Nick ist von dem Spiel fasziniert. Doch dann soll er einen Lehrer vergiften und merkt auf einmal, wie gefährlich Erebos ist.

 

Ein gelungenes, spannendes Buch, nicht nur für Jugendliche.

 


 

Rachel Ward: Numbers

 

Jems Mutter ist an einer Überdosis gestorben, seither wird das Mädchen von einem Heim zum anderen, von einer Pflegefamilie zur anderen geschoben und lässt niemanden an sich heran. Die Fünfzehnjährige leidet an einer unheimlichen Gabe: Wenn sie einem Menschen in die Augen blickt, erkennt sie, an welchem Datum dieser sterben wird.

 

Unfreiwillig freundet sie sich mit Terry an, der zunehmend auf die schiefe Bahn gerät, und nach einem Terroranschlag in London werden die beiden Jugendlichen verdächtigt, etwas damit zu tun zu haben. Auf ihrer unüberlegten, wilden Flucht kommen sie sich näher, doch Jem weiß: Terry hat nicht mehr lang zu leben.

 

Total fesselnd, ich konnte das Buch bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen!

 


 

Patrick Ness und Siobhan Dowd: Sieben Minuten nach Mitternacht

 

Conors Mutter hat Krebs und wird sterben. Für den kleinen Jungen ist es nicht leicht, sich dieser Tatsache und seinen eigenen Gefühlen zu stellen.

 

Ein großartiges, herzzerreißendes Buch!

 


 

Eva Völler: Zeitenzauber

 

Die 17-jährige Anna macht eine unfreiwillige Zeitreise ins mittelalterliche Venedig, lernt Menschen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten kennen, verliebt sich und muss eine wichtige Aufgabe erfüllen, bevor es ihr gelingt, in ihre eigene Zeit zurückzukehren.

 

Wunderschön, spannend, romantisch.